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Umfahrungsstrasse

Coworking-Spaces, Home-Office, Carsharing, Mitfahr-Plattformen, flexiblere Arbeitszeiten, Kombinierte ÖV-Angebote; alles leichter und günstiger in der Umsetzung als eine teure und neue Strasse, die unser Kulturland für hunderte Jahre blockiert.

Die Umfahrungsstrasse ist in Hochdorf seit mindestens 40 Jahren ein Dauerbrenner. Es entsteht der Eindruck: Wenn man schon so lange davon redet, gibt es wohl auch keine andere Lösung.

Eine neue Strasse ist eine riesige Investition in eine alte Technologie. Ich bin nicht gegen das Auto oder gegen Strassen. Eine Umfahrungsstrasse über unser schützenswertes Kulturland ist für mich aber eine der letzten Lösungen, die in Betracht gezogen werden soll.

Bis die Strasse gebaut ist, vergehen sicher noch 10 Jahre. Wir brauchen aber jetzt bereits Massnahmen. Ob wir in zehn Jahren immer noch das gleiche Mobilitätsverhalten haben, wird sich zudem noch zeigen. Die Technischen Entwicklungen sollten dafür genutzt werden, uns in eine nachhaltigere Richtung zu bewegen.

So sollten für eine genaue Bedarfsanalyse unbedingt die Bewegungsdaten der Swisscom herangezogen werden! Danach können die Knackpunkte benannt und Massnahmen abgeleitet werden.
Wir müssen eine Strasse bauen, weil wir seit Jahrzehnten davon reden, ist für mich keine gute Herangehensweise.

Coworking-Spaces, Home-Office, Carsharing, Mitfahr-Plattformen, flexiblere Arbeitszeiten, Kombinierte ÖV-Angebote, alles leichter und günstiger in der Umsetzung als eine teure und neue Strasse, die unser Kulturland für hunderte Jahre blockiert.

Bei der nachhaltigen Mobilität sind ebenso Bund und Kanton gefordert, ihre Anstrengungen zu steigern. Wenn es uns mit verdichtetem Bauen und Klimawandel (Gletscherinitiative NetoNull bis 2050) ernst ist, sollten wir Massnahmen ergreifen, den Verkehr nachhaltig zu reduzieren und nicht neue Strassen bauen, bevor die anderen Möglichkeiten ausgereizt sind.